Entstehung der Gedenkstätten

Mehr Informationen zu Rudolfsgnad finden Sie unter [www.Rudolfsgnad-Banat.de]

Das Ackerland auf der Teletschka, wo sich das dortige Massengrab befindet, wurde seit der Wiederbesiedlung Rudolfsgnad nach dem 2. Weltkrieg von den Neuankömmlingen aus Südserbien bewusst nicht gepflügt, so dass den Vorstoß der serbisch-deutschen Gesellschaft vom 07.11.1997 anlässlich der ersten und der weiteren Gedenkfeiern niemand beanstandete. Auch gegen die Errichtung des Gedenkkreuzes auf der Teletschka und der Gedenksäule am Randes des alten Deutschen Friedhofs hatte niemand etwas. Schließlich wurde das Land nach der "Befreieung" "volkseigen", so dass niemand protestierte.

Am 07.11. 1997 findet in Rudolfsgnad am Rande des Deutschen Friedhofs und auf der Teletschka in der Gemarkung Rudolfsgnad erstmals eine offizielle Feier zum Gedenken an die Lagertoten statt.  Initiator ist die Gesellschaft für serbisch-deutsche Zusammenarbeit unter dem Vorsitz von Professor Dr. Zoran Ziletic aus Belgrad.

Das Massengrab am Dorffriedhof und das Massengrab auf der Teletschka wurden erst durch Anbringung von Gedenktafeln am 30. 07. 1998 als  Gedenkstätte erkenntlich.

Die Errichtung der beiden Tafeln über den Massengräbern auf der Teletschka  und am Rande des Deutschen Friedhofs sowie ihre Einweihung fand also erst acht Monate nach der offiziellen Gedenkfeier - am 30. 07. 1998 statt. Die Organisation lag wiederum in den Händen der serbisch-deutschen Gesellschaft unter dem Vorsitz von Professor Dr. Zoran Ziletic aus Belgrad.

2001 erfolgt die offizielle Zuteilung von einem Hektar Land für die Gedenkstätte Teletschka (als Friedhof eingetragen, zur Nutznießung erhalten).

 

Gedenkstätte über dem Massengrab auf der Teletschka

Der Wiener Architekt Dipl. Ing. Helmut Frisch, gebürtiger Donauschwabe aus dem jugoslawischen Banat, wird im Auftrage des Gedenkstättenreferats der Landsmannschaft der Donauschwaben mit dem Entwurf eines Gedenkkreuzes für die Teletschka betraut. Das von ihm vorgesehene Gedenkkreuz auf der Teletschka sollte aus rauem Beton gegossen und sieben Meter hoch werden in Erinnerung an die schrecklichen Jahre im Todeslager Knicanin.

Leider blieb der Entwurf (siehe Bild links) des Kreuzes bisher in der Schublade, da ein ehemaliger Rudolfsgnader Einwohner verhinderte, dass dieses Kreuz über dem Massengrab auf der Teletschka aufgestellt wurde!

Die Gedenkstätte auf der Teletschka und die zuerst  - von der serbisch-deutschen Gesellschaft 1997 errichtete Gedenktatafel - wurde einige Jahre nach der Einweihung (im Jahr 1998) von einem ehemaligen Rudolfsgnader Einwohner * durch das zwischen den beiden Weltkriegen vor der Rudolfsgnader Kirche aufgestellte Votivkreuz aus weißem Marmor ersetzt, was die Beständigkeit der Gedenkstäte sichert. Statt dem von dem Architekten Helmut Frisch vorgesehenen Gedenkkreuzes erinnert nun ein weißes Marmorkreuz, und das "aufgeschlagene Buch" mit Inschrift sowie Gedenktafeln auf den zu beiden Seiten angeordneten Stellwänden an die Opfer.

Dieses weiße Marmorkreuz auf der Teletschka  gehört laut Meinung des  Architekten Herrn Frisch an den Rand des alten Rudolfgnader Friedhofs, wo die ersten 3000 Rudolfsgnader Opfer der Tito-Schergen im halbvergessenen Massengrab der ersten Stunde liegen.

Weitere Anmerkungen zu dem weißen Marmorkreuz:

Das zwischen den beiden Weltkriegen vor der Rudolfsgnader Kirche aufgestellte Votivkreuz aus weißem Marmor, der Heiligen Dreifaltigkeit gewidmet wurde seiner Zeit vom Ehepaar Kornberger (*Vorfahren des ehemaligen Rudolfsgnader Einwohners) gestiftet. Als die Kirche 1944 von den deutschen Truppen gesprengt wurde, blieb das Kreuz wundersamerweise stehen und war Treffpunkt für die Menschen, die auf die Felder zur Arbeit getrieben wurden.

Als man 1956 die Trümmer der Kirche beseitigte, verschwand das Kreuz. Die Freude war groß, als wenigstens der Sockel an einem anderen Ort wieder entdeckt wurde und nach Knicanin zurückgebracht werden konnte. Die Gemeinde Knicanin besorgte das neue weiße, nun weithin sichtbare Kreuz. Die Kosten wurden durch Spenden erbracht.

Gedenkstätten Rudolfsgnad

Die ersten fünf Bilder stammen von der Gedenkstätte auf der Teletschkla.

Die nächsten drei Bilder wurden an der Gedenkstätte auf dem Friedhof aufgenommen.

Die beiden letzen Bilder zeigen die Kapelle auf dem Friedhof.

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