Lang Sepp - Mein Silvester

01.01.2008: Josef Lang (München) Meine Silvester-Erinnerungen

Nicht jeder erfährt das Feuerwerk an Silvester als freudigen Ausklang des alten Jahres. Jedes Jahr an Silvester, wenn die Raketen pfeifend und heulend in den Himmel steigen und die Böller krachend detonieren, durchlebe ich eine Zeit der schrecklichen Erinnerungen. Es war zwischen dem 30. September und dem 3. Oktober 1944, - ich war 14 Jahre alt - als russische Soldaten von Rumänien kommend in Lazarfeld einrückten, und mit den in Betschkerek zusammengezogenen deutschen Einheiten in ein 3-tägiges schweres Artilleriegefecht verwickelt wurden. Wir, die Lazarfelder Bevölkerung, lagen dazwischen. Der Frontverlauf  wechselte öfters vor und zurück. Die deutsche Front sollte solange halten, bis die Betschkereker Bevölkerung über die Theisbrücken evakuiert waren. Auf die Lazarfelder Bevölkerung wurde dabei keine Rücksicht mehr genommen. In Lazarfeld wurden bei dem Bombardement der Kirchturm und mehrere Häuser schwer beschädigt, mehrere Personen - Soldaten und Zivilisten - kamen ums Leben oder wurden verwundet.

Der Kampf um das Mittelbanat, speziell zwischen Lazarfeld und Betschkerek, hat Sepp Janko in seinem Buch "Weg und Ende der deutschen Volksgruppe in Jugoslawien" ausführlich auf den Seiten 263 bis 270 beschrieben. Eine Skizze des Frontverlaufes ist als Anhang beigefügt.


Josef Lang
 


Was damals weiter geschah, lesen Sie hier die Lazarfelder Chronik von Lorenz Lang

"150 Jahre Lazarfeld 1800 - 1950" ab der Seite 94 oder unter [http://www.lazarfeld.de/chronik-und-mehr/ortsgeschichte-1800-1950/unser-heimatort-wird-kampfgebiet/]